Unsere Zucht

Unser Ziel ist es, wesensfeste, gesunde, soziallisierte und familientaugliche Hovawarte zu züchten!

Um dieses umzusetzen, achten wir natürlich auch auf die dementsprechenden Gesundheitsuntersuchungen, Wesen, ZTP (Zuchttauglichkeitsprüfung) und Ahnen beider Elterntiere.

Neben HD (Hüftgelenkdysplasie) und ED (Ellenbogendysplasie) röntgen, werden bei uns die Hunde mit denen wir in die Zucht gehen auch auf DM (Degenerative Myelopathie) getestet. Auch bestehen wir darauf, dass der Deckrüde den DM Test vorweisen kann und er zwecks DM von der Verpaarung her passt! Eine Erklärung über DM findet ihr weiter unten.

Die HD/ED Röntgenaufnahmen werden bei uns bei einem unabhängigen Gutachter unseres Vereins ausgewertet. Den DM Test lassen wir über LABOKLIN machen.

Bis unsere Welpen zu ihren neuen Familien ziehen werden sie bei uns alle alltäglichen Geräusche kennenlernen, wie staubsaugen, spielende Kinder, Radio, Fernseher usw.

Auch werden sie das Auto fahren, Tierarztbesuch und sonstige kleinere Ausflüge, wie z.B. Wald, Zoogeschäftbesuch, als Erfahrungen sammeln. Auf Erkundungstour können unsere Welpen einen Welpenspielplatz ihr eigen nennen. Hier stehen den Kleinen z.B. ein Bällebad, verschiedenen Untergründe usw. zur Verfügung.

Unsere Welpen dürfen ab der dritten Woche gerne regelmäßig besucht werden, wir würden uns sogar sehr darüber freuen, da hier dann schon eine Bindung zur neuen Familie aufgebaut werden kann und es den Kleinen dann nicht all zu schwer am Tag des Auszuges fällt.

Wenn der Tag gekommen ist, an dem ihr euren kleinen Schatz mit nach Hause nehmen dürft, wird er regelmäßig entwurmt und gechipt sein und die erste Impfung haben.

Ich möchte auch betonen, dass ich euch immer mit Rat und Tat zur Seite stehe, egal zu welchem Zeitpunkt und selbst wenn es erst nach Jahren ist! Mein Herzblut steckt in den Hunden und nur weil sie ausgezogen sind, bin ich nicht der Meinung "aus den Augen, aus dem Sinn!". Also scheut euch nicht mich zu kontaktieren, egal wann wir zuletzt von einander gehört haben! Natürlich würde ich mich über regelmäßigen Kontakt sehr freuen um zu sehen wie sich meine "Kleinen" entwickeln!

Degenerative Myelopathie (DM)

Ein heiß diskutiertes Thema ist derzeit die degenerative Myelopathie in der Hovawartzucht....Leider führt die Unwissenheit bei vielen Züchtern, Deckrüdenbesitzern und Hovawarthaltern zu Unsicherheiten. Mit nachfolgendem Artikel wollen wir etwas zur Aufklärung leisten.

Was ist degenerative Myelopathie?

Die canine degenerative Myelopathie (DM) ist eine langsam fortschreitende, neurologische Erkrankung. Bei der Erkrankung wird die "elektronische Verbindung" zwischen Rückenmark und der Muskulatur ganz oder teilweise unterbrochen, so dass es zur Lähmung der hinteren Beine kommt.

Die Erkrankung führt zu Bewegungsstörungen - betroffene Hunde entwickeln allmählich unkoordinierte Bewegungen der Hinterhand. Wenn die Erkrankung weiter fortschreitet, weitet sie sich auf die vorderen Gliedmaßen aus und führt zur Lähmung. Die Diagnose wird in der Regel durch Ausschlussverfahren gestellt. Differenzialdiagnosen wie z.B. Bandscheibenvorfall, Rückenmarksinfarkt, Cauda-Equina-Syndrom und Tumore müssen durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen werden. Im Gegensatz zu den anderen hier erwähnten Erkrankungen, ist die DM nicht schmerzhaft. Sie entwickelt sich etwa ab dem 8. Lebensjahr, kann aber auch schon früher vorkommen.

Die Mutation des SOD1-Gens ist ein Risikofaktor, doch ist sie nicht allein verantwortlich für den Ausbruch der Krankheit.

Der derzeitige Gentest führt ausschließlich zur Erkennung der SOD1 Mutation. Der Erbgang ist rezessiv und wird mit unvollständiger Penetranz vererbt. Dies bedeutet, dass ein Hund nur erkrankt, wenn er je ein betroffenens Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater-als auch Muttertier das mutierte Gen tragen. Hunde mit Verdacht auf DM sollten getestet werden um sicher zu stellen, dass es sich um DM handelt.

Es gibt drei Genotypen:

1. Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieser Hund trägt die Mutation nicht. Er kann die Mutation demzufolge auch nicht an seine Nachkommen weitergeben. Die Nachkommen dieser Verpaarung sind 100 % N/N

2. Genotyp N/DM (hereozygoter Träger): Dieser Hund trägt eine Kopie des mutierten Gens. Er hat ein geringes Risiko an DM zu erkranken, kann die Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an seine Nachkommen weitergeben. Ein solcher Hund sollte nur mit einem DM mutationsfreien Hund verpaart werden.

3. Genotyp DM/DM (homozygot betroffen): Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein hohes Risiko an DM zu erkranken. Er wird die Mutation zu 100% an seine Nachkommen weitergeben und sollte somit nur mit einem DM mutationsfreien Hund verpaart werden.

Unser Bestreben ist es, unsere Hunde nur mit gesunden, DM-getesteten Hunden zu verpaaren, um möglichst keine kranken Hovikinder in die Welt zu setzen!